Gesch√ľtzt: Handfunkger√§t SL1600

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CPS

CPS steht f√ľr die englischsprachige Abk√ľrzung „Customer Programming Software“.
Also ein Anwendungsprogramm mit dessen Hilfe das Funkger√§t programmiert werden kann. Um sein DMR Funkger√§t zu programmieren und damit alle m√∂glichen Einstellungen nutzen zu k√∂nnen, wir die CPS ben√∂tigt. Die CPS speichert alle Einstellungen die f√ľr das Funkger√§t vorgenommen werden einen Codeplug ab. Die CPS f√ľr DMR Funkger√§te von Motorola l√§uft auf einem Windows PC. Zu Verbindung zwischen PC und dem Funkger√§t wird es mit Hilfe eines f√ľr das Funkger√§t passenden USB-Programmierkabels am PC angeschlossen. Bei manchen Funkger√§ten kann die Schnittstelle Bluetooth zur Verbindung zur CPS eingesetzt werden. Die CPS sollte immer auf dem Aktuellen Stand gehalten werden. (Siehe dazu den Beitrag Firmware & CPS, in Arbeit)

Firmware

Firmware ist eine Geräte spezifische Software.
Sie dient zur Steuerung des Ger√§tes. Die meisten modernen elektronischen Ger√§te haben zur Steuerung des Ger√§tes Mikroprozessoren eingebaut. Diese Prozessoren f√ľhren den Programmcode aus, der als Firmware bezeichnet wird. Die Firmware wird meist in „nicht fl√ľchtigen Speichern“, sogenannten Flash-Speicher oder anderen programmierbaren Speicherbausteinen, im Ger√§t abgespeichert. Die Firmware sollte immer auf dem Aktuellen Stand gehalten werden. (Siehe dazu den Beitrag Firmware & CPS, in Arbeit)

Zeitschlitz Timeslot

hier entsteht ein Beitrag zum Thema, Zeitschlitz Timeslot.
Die Abk√ľrzung „TS“ steht f√ľr Englisch „Timeslot“ und im Deutschen f√ľr „Zeitschlitz“. Im Amateurfunk Sprachgebrauch findet sowohl der englische als auch der deutsche Begriff seine Anwendung.

Im Amateurfunk wird auch der Europ√§ische Funkstandard DMR verwendet. Die Funktechnologie DMR verwendet auf einer Frequenz zwei, von einander getrennte Zeitschlitze. In jedem der beiden Zeitschlitze kann ein Funkgespr√§ch und Daten √ľbertragen werden. Somit sind auf einem Funkkanal zwei Gespr√§che gleichzeitig m√∂glich.

Sprechgruppe Talkgroup

[dies ist ein Beitrag von Ralf DF6RK und Jochen DL1YBL]
Die Abk√ľrzung „TG“ steht f√ľr Englisch „Talkgroup“, im Deutschen heist es¬† „Sprechgruppe“. Im Amateurfunk Sprachgebrauch findet sowohl der Englische als auch der Deutsche Begriff seine Anwendung.

Wozu dienen die Sprechgruppen?
Bei herk√∂mmlichen Amateurfunk FM-Relaisfunkstellen wird immer nur ein Gespr√§ch zu selben Zeit ausgesendet. Mit DMR-Relais k√∂nnen zwei Gespr√§che, gleichzeitig ausgesendet werden und vom Funkamateur empfangen werden. Der Zuh√∂rer kann sich entscheiden ob er das eine oder das anderen Gespr√§ch h√∂ren will. Dazu muss er an seinem DMR-Funkger√§t nur den Kanal umschalten. Umschalten zwischen dem einen Kanal, auf dem der Zeitschlitz 1 (TS1) programmiert ist, oder dem Kanal auf dem der Zeitschlitz 2 (TS2) drin ist. Dabei steht „TS“ f√ľr den englischen Begriff „Timeslot“, zu Deutsch „Zeitschlitz“. Es gibt im DMR-Funk genau nur zwei Zeitschlitze. Man kann diese Unterteilung auch als physikalisch bezeichnen.

Aber nun zur Sprechgruppe:
In modernen Funksystemen wird eine Unterscheidung und Einteilung der Funkgespr√§che auf einem Kanal gew√ľnscht, sonst m√ľsste der Funkteilnehmer der auf dem Relais empfangsbereit ist, alle Funkgespr√§che h√∂ren obwohl er vielleicht nur bestimmte Gespr√§che h√∂ren will. Diese Unterteilung der Funkgespr√§che wird durch sogenannte Sprechgruppen (englisch: Talkgroups „TG“) erm√∂glicht. Sprechgruppen erm√∂glichen eine rein logische Einteilung. In der DMR Norm sind sehr viele Sprechgruppen m√∂glich. F√ľr uns Funkamateure ist jedoch ein sehr kleiner Teil sinnvoll nutzbar. Zu Beginn, also der Einf√ľhrung des DMR-Relaisfunks im Amateurfunk, mussten sich die Entwickler √ľberlegen wie die vielen, weltweit, verteilten Relais sinnvoll organisiert werden. Immerhin sind alle DMR-Relais zu Netzwerken zusammen-geschaltet. Es wurde eine sinnvolle Einteilung gesucht um die vielen Funkgespr√§che, √ľber L√§nder und Regionen hinweg zu organisieren.
Es wurde eine, der Geographie entsprechende Einteilung entwickelt:
Gepr√§che die Weltweit im DMR-Netzwerk zu h√∂ren sein sollen bekamen die Sprechgruppe 1 zugeordnet.¬† Die Ziffernfolge ist hirrachisch von oben nach unten geordnet. Heute hat sich f√ľr Europa folgende L√∂sung entwickelt.

Hier nur ein unvollständige Liste:

TG1 = Weltweit
TG2 = Europa
TG10 = Deutschsprachig Weltweit
TG11 = Französisch Weltweit
TG13 = Englisch Weltweit
TG20 = DACH Region (Deutschland, √Ėstereich, Schweiz)
TG262 = Deutschland TG232 = √Ėsterreich
TG228 = Schweiz
TG8 = Regional (In Deutschland gibt es einige Regionen)
TG9 = Lokal (damit bleibt das Gepräch am lokalen Relais)
TG99 = f√ľr Simplex Gepr√§che
TG9990 = Echo-Funktion oder auch Papagei genant

User-Aktivierte Sprechgruppen:
Siehe hierzu den Beitrag UA-Sprechgruppen

Matrix der Sprechgruppen und die Talkgoups im DMR-DL Netzwerk, siehe hierzu die TG-Matrix

Wo wird die Organisation durchgef√ľhrt:
Siehe auch: http://dmr-marc.net/index.html suche in der rechten Spalte nach „Talkgroup Database“

TMS ‚ÄěText Messaging Service‚Äú

[25.03.2016]:
Durch die Umstellung im DMR-DL Netzwerk auf C-Bridge Radioserver hat sich auch die Funktion TMS vereinfacht.
Der TMS ‚ÄěText Messaging Service‚Äú erm√∂glicht den Versand von Kurznachrichten (TMS) innerhalb des DMR-DL Netzwerkes. Um eine TMS zu versenden mu√ü man nur wissen auf welchem Zeitschlitz der Empf√§nger Gespr√§chspartner empfangsbereit ist. Ist der Empf√§nger beispielsweise auf Zeitschlitz 2 (TS2), dann muss die TMS auch auf dem TS2 versandt werden. Zum Versandt einer TMS w√§hlt man in seinem DMR-Funkger√§t das Rufzeichen des Empf√§ngers aus der Kontakte-Liste mit OK aus. Daraufhin erscheint ein Men√ľ in dem man weiter unten den Punkt „Nachricht senden“ findet. Diesen Punkt ebenfalls mit OK ausw√§hlen. Nun kann man mit der Tastatur des Ger√§tes die Nachricht (wie am Handy) tippen. An Ende mit OK senden. Man bekommt auch eine Quittung ob die Nachricht angekommen ist. Anders als beim Handy SMS Dienst werden TMS nicht im Netz gespeichert. Das bedeutet auch, das falls eine TMS die nicht erfolgreich versandt wurde, diese vom Absender erneut gesendet werden muss sobald der Empf√§nger auf Empfang ist.
Hinweis zur Programmierung des DMR Funkgerätes: folgt.

Gesch√ľtzt: Funkger√§t Check (Radio Check)

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RSSI-Schwellenwert

f√ľr die Verwendung von Roaming wird in den DMR-Funkger√§ten √ľblicherweise ein RSSI-Schwellwert (dBm) von -105 einprogrammiert.
Die Anzeige der Signal- oder Empfangsfeldstärke (RSSI) am Funkgerät, kann bei einigen Funkgeräten in dBm angezeigt werden. Siehe hierzu den Beitrag Feldstärkeanzeige.

Simplex

Auf Simplex funken?
Mit DMR Funkgeräten im Amaterufunk auf Simplex oder auf einer Direktfrequenz funken, wie geht das?

Oft besteht der Wunsch, auch ohne die Zuhilfenahme von DMR-Relaisfunkstellen auf einer Direktfrequenz / Simplex, eine DMR Funkverbindung herzustellen. Im DMR Standard ist das vorgesehen. Auch das Austauschen von Textnachrichten (TMS) und der Radio-Check etc. ist auf Simplex möglich. Um sein Funkgerät hierzu zu programmieren ist es nötig einen Kanal mit einer Simplexfrequenz anzulegen. Üblich und gemäß Bandplan ist unter Anderem die 433,450MHz.

Frage:
Welche Sprechgruppe (Talkgroup)/TG sollte ich auf Simplex verwenden?
Antwort:
Die Antwort hierauf ist nicht nicht so einfach. In den Anfangszeiten von DMR im Amateurfunk wurde die TG1 verwendet. Es zeigte sich jedoch das dies ung√ľnstig ist, da beim Empfang in der Anzeige des Funkger√§tes seines Funkpartners die Anzeige „TG1 WW“ oder √§hnliches erschien. Hintergrund hierzu ist das die Sprechgruppe TG1 als Weltweit bezeichnet wird und auf den DMR-Relais f√ľr weltweite Verbindungen verwendet wird. Diese Anzeige ist auf einem Simplexkanal aber verwirrend. Die L√∂sung ist die Verwendung der Sprechgruppe TG99 bei Sendung und Empfang. Im Funkger√§t wird also eine eigene Sprechgruppe und Empf√§ngergruppenliste f√ľr Simplex einprogrammiert. Dazu wird als erstes in den Kontakten ein Gruppenruf mit der ID 99 programmiert. Der Eintrag in der Funkgr√§te Kontakte-Liste sieht dann so aus
[Bild-2]: Gruppenruf TG99 mit dem Text „TG99 Simplex“.
Als n√§chstes ist in der Empf√§ngergruppenliste ein neuer Eintrag mit dem Namen „RX Simplex“ zu erstellen. Darin tr√§gt man alle Mitglieder ein die man auf dem Simplexkanal h√∂ren will, ein. Also TG99, TG1, TG2, TG8 und so weiter [Bild-3].
Nun erg√§nzt man den Simplexkanal im Empfang noch mit der eben angelegten Gruppenliste „RX Simplex“ [Bild-4].
F√ľr das Senden tr√§gt man die neu angelegte „TG99 Simplex“ ein [Bild-4].

Frage:
welchen Zeitschlitz (Timeslot) und Systemcode (ColorCode) solle ich auf Simplex wählen? Antwort:
F√ľr ein Simplex QSO ist die Angabe des Zeitschlitzes (TS1 oder TS2) egal. Als Systemcode (ColorCode) sollte 1 verwendet werden. Es ist deshalb egal, da auf Simplex ein Zeitgeber fehlt der den Takt f√ľr die Unterscheidung der beiden Zeitschlitze vorgibt. Dazu mehr in der n√§chsten Frage/Antwort.

Frage: (f√ľr die Spezialisten unter uns Amateurfunkern)
Wie kann ich auf einer Simplexfrequenz zwei Gespr√§che zeitgleich f√ľhren, es gibt doch dazu die beiden Zeitschlitze 1 und 2?
Antwort:
Der Hersteller Motorola hat hierzu eine Erweiterung zum DMR-Standard eingef√ľhrt die als Dualkapazit√§t-Direktmode oder auch 6,25e Mode (6,25-kHz-Equivalent) bezeichnet wird. Um beide Zeitschlitze auf einer Simplexfrequenz nutzen zu k√∂nnen m√ľssen zwei Kan√§le im Funkger√§t mit der Einstellung „Dualkapazit√§t-Direktmode“ programmiert werden [Bild-5]. In einem Kanal wird der TS1 verwendet und im anderen Kanal der TS2. Damit die Funkger√§te auf der Simplexfrequenz die beiden Zeitschlitze von einander unterscheiden k√∂nnen (Channel-Timing), ist ein Zeit- bzw. Taktgeber n√∂tig. Hierzu wird ein bestimmtes Funkger√§t als Hauptfunkger√§t f√ľr das Channel-Timing gew√§hlt. Die anderen Funkger√§te stellen ihre Uhren nach ihm ein, um sich so gut wie m√∂glich mit dem Hauptfunkger√§t f√ľr das Channel-Timing zu synchronisieren.
Beispiel:
Kanal 1: 433,450 TS1 6e
Kanal 2: 433,450 TS2 6e

Frage:
Gibt es auch andere M√∂glichkeiten ein QSO auf Simplex zu f√ľhren?
Antwort:
Ausser der Verwendung der TG99 Simplex beim Senden, besteht auch die M√∂glichkeit irgend eine andere Sprechgruppe beim Senden zu verwenden. Dann mu√ü der Empf√§nger aber auch diese Sprechgruppe in der Empf√§ngergruppenliste eingetragen haben. Die Gefahr besteht nat√ľrlich das der gew√ľnschte Gespr√§chspartner meinen Sendedurchgang nicht empf√§ngt falls er die verwendete Sprechgruppe in seiner Empf√§ngergruppenliste nicht abgespeichert hat..

Frage:
Geht Simplex Funken auch ganz anders?
Antwort:
Im DMR-Standard ist eine spezielle Sprechgruppe „Rundumruf“ 16777215 vorgesehen.¬† Wer mit diesem Rundumruf sendet wird an allen, in Empfangsreichweite befindlichen DMR-Empf√§ngern auf der QRG, geh√∂rt. Hier zu ist ein Eintrag in der Empf√§ngergruppenliste nicht n√∂tig. Um mit dieser Gruppe senden zu k√∂nnen mu√ü sie im Funkger√§t in der Kontakte-Liste eingetragen werden. So k√∂nnte der Eintrag aussehen: XRR16777215. Ein gro√üer Nachteil besteht aber darin das der Gesp√§chspartner, nach erhalt des Rundumrufes, nicht einfach durch dr√ľcken der PTT auf den Ruf antworten kann. Es ist also eine Art Durchsage.

Bilder (Bildschirmkopie eines Codeplugs):

DMR-Simplex Programmieren #1

DMR-Simplex Programmieren #1

DMR-Simplex Programmieren #2

DMR-Simplex Programmieren #2

DMR-Simplex Programmieren #3

DMR-Simplex Programmieren #3

DMR-Simplex 6.25e Mode programmieren #4

DMR-Simplex 6.25e Mode programmieren #4

DMR-Simplex 6.25e Mode programmieren #5

DMR-Simplex 6.25e Mode programmieren #5